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Wir freuen uns über jede Verstärkung!

Wenn Sie Interesse und Lust haben, kommen Sie einfach in einer Probe vorbei. Bei Fragen können Sie uns gerne anrufen (Volker Hering: 0781 / 1 20 29 94) oder eine E-Mail (info@staka-og.de) schicken.

Wir freuen uns auf Sie!

   

   

Die Geschichte der Stadtkapelle Offenburg war immer von dem Engagement einzelner Personen geprägt, sowohl heute als auch früher. Diesem Einsatz ist es zu verdanken, dass sich die Stadtkapelle zu einem bedeutenden Kulturträger Offenburgs entwickelt hat und somit eine besondere Rolle in der Repräsentation der Stadt einnimmt.

Die Stadtkapelle Offenburg wurde am 13. Oktober 1826 gegründet. Damals genehmigte die Großherzoglich Badische Bezirksdirektion dem Offenburger Bürgermilitär die Bildung eines Musikkorps. Zum Dirigenten wurde der damalige Musiklehrer Schmuz eingesetzt. Als Vergütung erhielt Schmuz 40 Gulden und zwei Klafter Holz. Die Musiker probten zweimal in der Woche, am Mittwoch und am Samstag. Die Kosten für den Kauf der Instrumente sowie der Unoíformen trug die Stadt. 1836 wurde Oberlehrer Fidel Mößner neuer Kapellmeister des Musikkorps. Zwei Jahre später wurde er zum Offizier befördert und erhielt Sitz und Stimme im Verwaltungsrat. Das Musikkrops trat bei vielen kirchlichen und weltlichen Anlässen auf, wie bei der Fahnenweihe oder beim Geburtstag des Großherzogs. 1946 stand das Musikkrops kurz vor seine Auflösung. Von den über 30 Migliedern kamen nur noch neun zu den Proben und Konzerten. Das lag vor allem an den zahlreichen Theatervorstellungen und Bällen, welche das Musikkorps musikalisch zu umrahmen hatte. 1848 wurde im Großherzogtum Baden eine allgemeine Wehr gegründet und das offenburger Bürgermilitär aufgelöst.

Die Musiker des Offenburger Korps blieben aber zunächst unter der Leitung von Karl-Josef Müller zusammen. Doch mit dem Ende der Badischen Revolution wurde dieser entlassen und die Kapelle aufgelöst. Der Offenburger Heimatdichter Adolf Geck schrieb über diese Zeit: "Als im Sommer 1849 die Preußen das badische Land besetzten, spielten die ‚Sieger' zum Tanze auf. Da war keine harmonische Stimmung mehr für die Stadtmusik, besonders in der für ihren Rebellengeist in die Molltonart genommene Kreisstadt Offenburg." Was folgte, war eine sehr unruhige Zeit für die Stadtkapelle. Ohne den Rückhalt des Offenburger Bürgermeisters und Gemeinderats war eine vernünftige Arbeit nicht möglich. Anstelle des hauptamtlichen Kapellmeisters wurde die Stelle des "städtischen Musiklehrers" geschaffen, welcher neben der Leitung der Kapelle auch für den Noten- und Instrumentenkauf sowie für die musikalische Jugendausbildung zuständig war.

 

Die Vorsitzenden

Karl Effinger
21.02.1902-1914


Ernst Schilling
26.11.1920-03.05.1930

Fritz Stelzer
12.12.1947-04.07.1962

 

Rudolf Moßbrugger
11.10.1962-09.11.1971

 Franz Männle
09.11.1971-Jan. 1986

Dieter Knittel
20.01.1986-04.12.1993

Jess Haberer
19.04.1994-heute


Viele Männer, unter ihnen auch der Komponist Carl Isenmann, besetzten mit sehr viel Hoffnung und Willen dieses Amt, mussten aber bald erkennen, dass man von dem spärlichen Gehalt nicht leben konnte bzw. erkrankten aufgrund ihrer vielen Arbeit so sehr, dass sie den Beruf nicht mehr ausüben konnten. Erst unter Gustav Michl (1878 bis 1901) konnte sich die Stadtkapelle über eine längere Zeit entwickeln. Er machte sich auch erstmals Gedanken über die organisatorischen Strukturen der Kapelle. Ihm war daran gelegen, die Stadtkapelle stärker mit der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft zu verzahnen. Wahrscheinlich war jedoch die Zeit für diese gemeinschaftsorientierten Gedanken in der obrigkeitsorientierten Gesellschaft noch nicht reif.

Nach seinem Tode setzte die Stadt 1902 erstmals einen Vorstand in Person von Karl Effinger ein, welcher sich vor allem um die Verwaltung kümmern sollte. Der Kapellmeister war von nun an nur noch für die musikalischen Belange verantwortlich. Damit wurde der Grundstein für die heutige Struktur gelegt.

Wie schon nach dem Ersten Weltkrieg musste die Stadtkapelle 1947 nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges neu gegründet werden. Instrumente, Noten, usw. wurden zusammengesucht bzw. gekauft. So erwarb man für 1.000,-- Reichsmark die Noten des ehemaligen Musikkorps Kaufbeuren. Unter dem Dirigenten Musikdirektor Franz Lehmann und dem ersten Vorsitzenden Fritz Stelzer erreichte die Kapelle bald wieder ein beachtliches Niveau. 1949 erspielte sich die Stadtkapelle in Oppenau mit Franz Liszts "1. ungarische Rhapsodie" in der höchsten Bewertungsstufe die Note "vorzüglich". Zusammen mit der Stadt Offenburg wurde 1951 unter der Leitung von Franz Lehmann die städtische Musikschule wieder ins Leben gerufen. Die Stadtkapelle und die Stadt ermöglichten so jungen Leuten eine kostenlose musikalische Ausbildung.

 

Die Dirigenten

Schmuz
27.11.1826 - 1836

Fidel Mößner
23.11.1836 - 1846

Karl Josef Müller
12.09.1848 - 01.08.1849

Josef Koch
18.09.1851 - 01.11.1853

Landolin Krieg
15.05.1854 - 02.07.1855

Carl Isenmann
01.05.1860 - 01.05.1861

Leo Bauer
01.05.1861 - 15.02.1862

Ludwig Zeller
11.10.1862 - 01.10.1864

F. Ankenbrand
10.04.1873 - 01.04.1876

Gustav Michl
09.05.1878 - 27.11.1901

Karl Fischer
21.02.1902 - 27.07.1902

Karl Effinger
16.10.1902 - 1914

Karl Fink
26.11.1920 - 05.08.1927

 

Karl Schlager
15.01.1928 - 01.04.1933

Franz Pohlmann
01.04.1933 - 12.07.1933

Karl Pfettscher
12.07.1933 - 1944

Franz Lehmann
12.12.1947 - 01.10.1972

Hermann Kunz
01.10.1972 - 19.07.1973

Hans Lemser
19.07.1973 - 03.06.1987

Hermann Schneider
03.06.1987 - 07.01.1990

Stadtmusikdirektor
Thomas Berger
22.03.1990 - 29.05.2005

Volker Kiefer
04.06.2005 - 31.12.2005

 

Jörg Seggelke
01.01.2006 - 02.12.2006

Axel Berger
seit dem 21.12.2006

 

Die Stadtkapelle sah sich noch immer als losen Zusammenschluss von Musikern, die alle zwei Jahre einen Musikerausschuss wählten. Dies änderte sich mit der Eintragung ins Vereinsregister 1973. Sie blieb weiterhin finanziell von der Stadt abhängig, war aber jetzt selbstverantwortlich für ihre Aktivitäten, Engagements und die Bestellung des Dirigenten. Im Vergleich zu den Anfängen, als die Stadt den Dirigenten auswählte, hatte somit eine große Emanzipation stattgefunden.

1990 begann mit der Verpflichtung von Thomas Berger als 19. Dirigent der Stadtkapelle eine neue erfolgreiche Ära. Berger erweiterte das Repertoire um moderne Stücke und zeitgenössische Werke, wie z. B. Musical-Melodien und Big-Band-Arrangements. Das Orchester nahm unter ihm und dem neuen ersten Vorsitzenden, Jess Haberer, einen großen Aufschwung sowohl in der Leistungsstärke als auch in der Popularität in Offenburg und in der näheren und ferneren Umgebung. So wurde die Stadtkapelle 1993 Dritter von 49 Kapellen beim S4-Blasmusikwettbewerb und erhielt beim Wertungsspiel mit "El Golpe Fatal" einen ersten Rang mit Auszeichnung in der Höchststufe. 1995 wurden mit einem Querschnitt durch "Fünf Jahre Thomas Berger" und 1997 der "TraumZeit" zwei CDs im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg aufgenommen. Ein hervorragendes, jährliches wiederkehrendes Konzertereignis ist der "Gala-Abend der Blasmusik", zu dem die Stadtkapelle renommierte Orchester, wie z. B. die Stadtmusik Waldkirch oder das Orchestre de l'Harmonie Electricite des Strasbourg, zu einem Doppelkonzert einlädt. Im April 1999 wurde der Stadtkapelle in Schwäbisch Gmünd aus den Händen von Kultusministerin Annette Schavan als erstem Orchester aus dem Blasmusikverband Ortenau die "Conradin-Kreutzer-Tafel" für ihr kulturelles und soziales Engagement verliehen. Um Nachwuchssorgen entgegenzutreten, wurde 1998 das erste eigene Jugendorchester der Stadtkapelle gegründet. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens wurde eine Live-Doppel-CD mit dem Big-Band-Leader Peter Herbolzheimer und den Stuttgarter Musical Stars Maryanne Kelly und Raymond Sepe aus "Tanz der Vampire" und "42nd Street" produziert.

Das Jahr 2003 wurde zum "Jahr der Stadtkapelle". Zum ersten Mal fand das Jahreskonzert in der Offenburger Reithalle statt. Das Publikumsinteresse war so hoch, dass man sich entschloss, in den Folgejahren die Veranstaltung zweimal durchzuführen - am Freitung und am Samstag. Im Jahr 2003 wurde auch die vierte CD "Musical pur" in den Bauer Studios in Ludwigsburg produziert - gemeinsam mit Maryanne Kelly und Raymond Sepe. Im Oktober/November flogen dann noch die Musikerinnen und Musiker zu einer 12-tägigen Konzertreise nach Chile. Das große Highlight im Jahr 2004 sollte der "Gala-Abend der Blasmusik" werden. Erstmals vereinten sich die über 100 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Offenburg und der Philharmonie am Forum zu einem gemeinsamen Orchester. Das große Filmorchester spielte unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Thomas Berger musikalische Highlights der Kinoerfolge aus der jüngsten Filmgeschichte.

Das Jahr 2005 geht als Schicksalsjahr in die Geschichte der Stadtkapelle Offenburg ein. Am 29. Mai verstarb Stadtmusikdirektor Thomas Berger während der Konzertreise in Pietra Ligure/Italien. Bis zum Ende des Jahres übernahm Volker Kiefer die Aufgaben des Dirigenten.

2006 wurde Jög Seggelke neuer Dirigent der Stadtkapelle Offenburg. Der Höhepunkt war die Aufführung der Carmina Burana mit 315 Mitwirkenden. Über 1700 Zuhörer strömten in die Baden-Arena Offenburg. Nach nur einem Jahr trat Seggelke aus familiären und beruflichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Axel Berger. Unter ihm nahm die Stadtkapelle in ihrem ersten eigenen Probelokal die CD "Traumhafte Weihnachten" auf. Der Bau des Probelokals bei der Konrad-Adenauer-Schule beendete die jahrelange Suche nach einem eigenen Zuhause. Die Finanzierung brachte die Stadtkapelle an ihre Grenzen. Aber die Musikerinnen und Musiker waren sehr kreativ bei der Geldbeschaffung und sind mittlerweile sehr gefragt bei Firmenfesten und -jubiläen im Servicebereich.

 

Offenburger Tageblatt vom 28. März 2018

 

 

   

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